Drucken

Das Projekt Konfliktkultur läuft bei uns seit dem Schuljahr 99/2000 erfolgreich. Es handelt sich dabei um ein vom Kultusministerium anerkanntes Projekt zur Gewaltprävention, das es inzwischen an vielen Schulen gibt. Wir werden dabei von kompetenten Fachleuten begleitet, die unsere Schüler und uns ausgebildet haben und noch ausbilden. Es sind Mitarbeiter der psychosozialen Beratungsstelle der AGJ (Arbeitsgemeinschaft für Gefährdetenhilfe und Jugendschutz der Erzdiözese Freiburg) und der psychologischen Beratungsstelle der Caritas in TBB.

Was bedeutet Gewaltprävention ?

Prävention ist Vorbeugung, man bemüht sich wie im Falle von Zahnschmerzen darum, dass sie erst gar nicht auftreten.

Was bedeutet Gewalt?

Sie denken sicher zuerst an körperliche Gewalt: schlagen, treten ... Es gibt aber auch andere Formen der Gewalt:
Gewalt mit Worten, Beschimpfungen,sog.Ausdrücke ...
Schlechtmachen, Gerüchte verbreiten,üble Nachrede ...
Ausgrenzen: du darfst nicht mitmachen, nicht hier sitzen ...

Diese ganzen Formen von Gewalt beobachten wir auch bei Schülerinnen und Schülern. Immer wieder hört man von Schülern: „Ich lasse mir nichts gefallen“ oder „Meine Eltern haben gesagt, ich soll mich wehren“. Es ist wahr, Ihre Kinder müssen sich nichts gefallen lassen aber nur in dem Sinne, dass sie innerhalb und außerhalb der Schule Hilfe finden. Das Faustrecht oder Selbstjustiz haben hier keinen Platz. Es hat auch nichts mit „Petzen“ zu tun, wenn den Lehrern oder der Schulsozialarbeiterin Frau Deivel gemeldet wird, dass einem Schüler Unrecht getan wurde und dann entsprechende Schritte folgen.

Unser Schulprojekt bietet Eltern und Schülern zwei Möglichkeiten:

Die erste Säule ist das Streitschlichter-Projekt.

Die zweite Säule ist der Täter-Opfer-Ausgleich.

Bei beiden Möglichkeiten sind die Teilnehmer zur Verschwiegenheit verpflichtet. Die Konfliktparteien werden ernst genommen, sie übernehmen Verantwortung für ihr weiteres Verhalten. Besonders die Fünftklässler haben an ihrer neuen Schule häufig Konflikte:
Ihre Kinder müssen erst zu einer neuen Klasse zusammenfinden. Sie sind die Kleinsten an der Schule und damit eher Opfer als ältere Schüler. Wir finden, sie sollen mit diesen neuen Konfliktlösungsmöglichkeiten heranwachsen und dieses Angebot der Schule ohne Scheu wahrnehmen.

Wir würden uns natürlich freuen, wenn Sie, liebe Eltern, liebe SchülerInnen, liebe KollegInnen, sich unserem Projekt anschließen möchten.

Projektleitung: Bernhard Heß