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Kalender - Hinweis  

Ab sofort ist der Kalender aus datenschutz- und sicherheitsrelevanten Aspekten nur noch nach Login zugänglich. Als Eltern erhalten Sie innerhalb der ersten Schulwochen Informationen zum Zugang. (September 2018)

   

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Kulturelle Vielfalt ist in letzter Zeit oft ein Thema- in Schulen ist sie schon längst Realität. An der Comenius-Realschule machte sich eine Gruppe Siebtklässler fit für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen aus verschiedenen Nationen. Schulleiter Hans-Peter Otterbach freute sich über das große Engagement der neuen Schülermentoren und ermunterte sie bei der Überreichung der Zertifikate dazu, Lehrkräfte und Schüler nun mit ihrem Wissen in Projekten zu unterstützen.

Schülermentoren-Programme gehören schon seit über 20 Jahren zu den Erfolgsmodellen der Kirchlichen Jugendarbeit als Kooperationsprojekte zwischen Kirche und Schule. Ebenso ist soziales Engagement ein fester Bestandteil im Schulleben. Diese Lerninhalte können nicht nur in der Theorie vermittelt werden, sondern müssen praktisch erfahren werden.

In der Mittagspause sehe ich so viele Migranten-, Flüchtlingskinder und -Jugendliche, die nur mit Gleichaltrigen aus dem eigenen Land zusammen sind. Vielleicht könnte man sie durch Schülermentoren mit deutschen Mitschülerinnen und Mitschülern ein bisschen mehr zusammen bringen?“, war der Ausgangsgedanke der Dekanatsbeauftragten für Schulpastoral Elke Hunecke für das Projekt.

Mit Michael Schmid, dem Klassenlehrer der 7d, war schnell eine Klasse gefunden, die das zum Thema ihrer Projektwoche „Soziales Engagement“ machen wollte. So wurden in dieser Woche Grundlagen für das „Schülermentoren-Programm junior Integration“ geschaffen, kurz SMP. Mit Guido Imhof und Alex Schuck von der Ökumenischen Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis waren schnell weitere Kooperationspartner für die vielfältigen Inhalte der besonderen Schulwoche gefunden.

Die Schülerinnen und Schüler wurden dafür sensibilisiert, dass Menschen unterschiedliche Grenzen haben und dass sie selbst auch Verantwortung dafür tragen, dass Grenzen gewahrt werden. Was für den einen noch völlig in Ordnung ist, kann andere schon verärgern.

Weitere Themen waren der Umgang mit Konflikten, mit Gefühlen, es ging um Teamarbeit, gewaltfreie Kommunikation, verschiedene Leitungsstile und um Fairness. Das alles konnte die Klasse durch viele erlebnispädagogische Elemente praktisch erfahren. Ob beim Risiko-Würfeln, dem Bauen des „Tower of Power“ oder dem Durchsteigen einer Bandschlinge- bei allen Übungen lernten die Teilnehmer mehr als nur den Unterschied zwischen einer Gruppe und einem Team.

Das Thema Integration hatte in der Projektwoche einen besonderen Stellenwert. Zunächst staunten die Schülerinnen und Schüler, wie viele ausländische Wurzeln sogar in der eigenen Klasse zu finden sind, wenn man nur eine oder zwei Generationen zurückgeht. Was für die meisten ein Gedankenspiel war, kennen andere aus der Wirklichkeit: die Vorstellung; das eigene Land verlassen zu müssen und Abschied zu nehmen von Freunden und Vertrautem. Als eine Schülerin von ihren eigenen Erfahrungen berichtete, mussten viele zugeben, sich darüber noch keine Gedanken gemacht zu haben.

Alexander Kirchhoff von der Evangelischen Jugend im Kirchenbezirk Wertheim ergänzte die Inhalte mit Themen wie Rechte und Pflichten im Sinne von Aufsichtspflicht und Jugendschutz, aber auch was die Veröffentlichung von Bildern anbelangt für die Fälle, in denen die Schülermentoren in Zukunft selber Gruppen begleiten werden.

Gemeinsam wurden Spielvorschläge und andere Umsetzungsideen gesammelt, bei denen noch fehlende Sprachkenntnisse keine Hindernisse für gemeinsame Freizeitgestaltung sein müssen.

Die Projektwoche war der erste Teil der Ausbildung zum Schülermentor junior. Die Rahmenbedingungen zum Erhalt eines Zertifikates schreiben vor, dass Inhalte vertieft und in die Praxis umgesetzt werden. Dazu fand sich eine Gruppe von mehreren Schülern und absolvierte mit großem zeitlichen Engagement in ihrer Freizeit den zweiten Teil der Ausbildung. Verwundert und auch etwas enttäuscht mussten die motivierten Schüler erleben, wie schwierig es doch sein kann, andere zum Mitmachen zu bewegen. Auch diese Erfahrung gilt es nun umzusetzen mit Blick auf zukünftige mögliche Projekte.

So konnten nun Emil Bentivoglio, Hannes Blank, Henrik Blank, Johannes Diehm, Clark Segert, Eric Senfleben, Nico Tandel, Justus Theisen und Thomas Zimpel ihre Zertifikate entgegennehmen. Die Projektbegleiter und der Schulleiter dankten den Schülern für ihr Engagement und versprachen ihnen weitere Unterstützung bei ihrer Arbeit als Schülermentoren.

   

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