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Im Jahr 2008 verabschiedeten die Vereinten Nationen (UN) eine Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen. Darin wird eine „gleichberechtigte Teilhabe“ von behinderten Menschen am gesellschaftlichen Leben verlangt. Bemühungen mit diesem Ziel nennt man Inklusion. Im Juni 2011 hat die EU dieses Menschenrecht per Unterschrift völkerrechtlich bestätigt. Seither ist es die Aufgabe auch jeder Einzelschule in Deutschland, Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf möglichst an der Regelschule zu beschulen und nur als letzte Maßnahme sie an sonderpädagogische Einrichtungen abzugeben. Während die bis dato bekannte Integration Schüler betraf, die von ihren Anlagen und Möglichkeiten der Mehrheit entsprach, geht Inklusion weiter und will auch Schüler, die von der vermeintlichen „Normalität“ der Mehrheit in irgend einem Aspekt abweichen, in der Schulgemeinschaft willkommen heißen.

Die Bemühungen an der CRW konzentrieren sich zurzeit zunächst auf sogenannte verhaltensauffällige Schüler. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass künftig auch Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in anderen Bereichen (Körperbehinderung, geistige Behinderung, Blinde, ...) mit einbeziehen wird. Freilich arbeitet die CRW bei ihren Bemühungen für verhaltensauffällige Schüler mit einer fachlich qualifizierten Einrichtung zusammen. Dies ist die seit dem Schuljahr 2008/2009 bestehende Nardini-Schule Tauberbischofsheim. Dabei handelt es sich um eine eigenständige Schule in Trägerschaft des Erzbischöflichen Kinder- und Jugendheims St. Kilian. Die Schule stellt 25 Plätze für verhaltensauffällige Schüler der Klassen 1 bis 9 zur Verfügung und bietet einen „sonderpädagogischen Dienst E“ (= Erziehungshilfe) an Regelschulen wie der CRW an. Namentlich sind es die KollegInnen Frau Lampe und Herr Wirl, die in diesem Schuljahr einen eigenen Arbeitsraum an der CRW haben (Raum 300) und sich in enger Kooperation mit uns Realschullehrern mit oben beschriebenen besonderen Schülern an unserer Schule befassen, so dass auch diese Schüler in unserer Schulgemeinschaft verbleiben können.

Im Einzelnen leisten die beiden genannten KollegInnen folgende Dienste:

  • beraten die beteiligten Eltern und Lehrer;
  • klären den sonderpädagogischen Förderbedarf im Rahmen einer kooperativen Diagnostik, in die auch die Eltern, Lehrer und ggf. auch Vertreter weiterer Fachdisziplinen, eingebunden sind;
  • beteiligen sich an der Förderplanung der CRW im Zusammenwirken mit Eltern und ggf. Jugendamt;
  • leisten im Unterricht in Kooperation mit dem Realschullehrer und der Schulsozialpädagogin Frau Deivel unmittelbare sonderpädagogische Förderung, wenn abzusehen ist, dass der Schüler dadurch seine Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten nutzen kann;
  • betreuen individuell jeden einzelnen betroffenen Schüler vor Ort an der CRW
  • unterstützen die CRW beim Aufbau geeigneter Hilfesysteme und Förderkonzepte.

Wenn trotz der beschriebenen Maßnahmen ein Kind nicht an der CRW gehalten werden kann, kann es auch in die Nardini-Schule nach Tauberbischofsheim aufgenommen werden. Dort soll es aber nicht verbleiben, sondern derart betreut werden, dass es wieder an die CRW zurückkehren kann. Beim Rückschulungskonzept der Nardini-Schule werden Entscheidungen über die Beendigung einer Maßnahme stets in Kooperation mit der Jugendhilfe und den Eltern getroffen. Ausgangspunkt ist dabei ein Hilfeplangespräch, in dem die Rückführung an die CRW vereinbart wird, wenn die positive Entwicklung eines Kindes hier einen Erfolg erwarten lässt.

Sollte es aus Ihrer Sicht bei Ihrem Kind sonderpädagogischen Förderbedarf geben, so können auch Sie eine entsprechende Unterstützung anstoßen. Nehmen Sie dann bitte mit Rektor Herrn Otterbach an der CRW oder mit der Schulleitung der Nardini-Schule Kontakt auf.

Dieter Fauth

   

Präventionsarbeit  

   

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Die CRW ist anerkanntes Mitglied des Projektes
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
   

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